Effektive Energieverbrauchskontrolle

Der wohl gebräuchlichste spezifische Wert ist der Spritverbrauch des Autos im Liter pro 100 km. 
In der Wärmetechnik wird mit dem Verbrauch pro Gradtagzahl gearbeitet.

Berechnung der Gradtagzahl:

Die Gradtagzahl ist eine Zahl zur Beurteilung der Außentemperaturwerte.
Sie wird vom Deutschen Wetterdienst für viele größere Städte ermittelt und kann dort gegen eine Gebühr eingeholt werden.
Sie errechnet sich aus der Differenz der Tagesmitteltemperatur zur mittleren 
Raumtemperatur – technisch: “Norm-Innentemperatur” –  von 20 °C (oder bei Bedarf auch 15 °C).
Hierbei wird die Außentemperatur am Tag jeweils gemessen um
 07:30 Uhr / 14:30 Uhr / 21:30 Uhr
wobei zur Berechnung der Wert um 21:30 Uhr doppelt gerechnet wird.

          t(a) = ( T(07:30) + T(14:30) + T(21:30) + T(21:30) ) / 4

Als Beispiel messen wir bei einer Norm-Innentemperatur von 20 °C  die Außentemperatur um
 – 07:30: 10 °C
 – 14:30: 14 °C
 – 21:30: 11 °C
dann ergibt sich für  

          t(a) = ( 10 + 14 + 11 + 11) / 4 =  11,5

Die Gradtagzahl ist nun: 

          G = ( t(i) – t(a) ) = 20 °C – 11,5 = 8,5 °d

Bildet man die Summe über einen ganzen Monat oder ein ganzes Jahr (Bild 1)  und teilt den Energieverbrauch hierdurch, so erhält man einen Verbrauch pro Gradtagzahl (Bild 2).
Vergleicht man einen adäquaten Zeitraum vor der Energiesparmaßnahme – meist 3-4 Jahre – mit den aktuellen Werten nach der Energiesparmaßnahme, so erhält man einen präzisen Einblick darüber, ob sich die Maßnahme amortisiert und in welchem Zeitraum.
Rechts einige Gradtagzahlen der letzten Jahre in einer Grafik, wobei 2010 das kälteste Jahr war.